Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur

Joint Call 2019 – 2021: Bayerisch-tschechisches Forschungsprojekt trägt zum Schutz der Bienen bei

Die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur fördert Entwicklung von Testsystemen, mit denen Bienenkrankheiten frühzeitig erkannt werden können. Universität Regensburg, Masaryk Universität in Brünn und die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag versuchen durch ihr gemeinsames Forschungsprojekt dem Bienensterben entgegenzuwirken. 

Anfang 2019 stand das erfolgreiche bayerische Volksbegehren zur Artenvielfalt unter dem Motto „Rettet die Bienen!“. Auf tschechischer Seite engagieren sich ebenfalls viele Menschen für den Schutz der Bienen, denn Bienen sind nicht nur durch schwindende Lebensräume und Umweltbelastungen gefährdet, sondern zusätzlich durch Krankheiten, wie Bakterien, die die sogenannte Faulbrut verursachen.

Hier setzt das neue Forschungsprojekt „Nachweisstarke bioanalytische Werkzeuge zur Überwachung von Bienenkrankheiten“ an, das die langjähre Kooperation zwischen Prof. Petr Skládal und Dr. Zdeněk Farka vom Central European Institute of Technology (CEITEC) an der Masaryk Universität in Brünn auf der tschechischen Seite und Dr. Hans-Heiner Gorris und Matthias Mickert am Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik an der Universität Regensburg auf eine neue Stufe hebt. Zum Forschungsverbund hinzugekommen ist Prof. Daniel Horák vom Institut für Makromolekulare Chemie der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner neue Testsysteme entwickeln, mit denen Bienenkrankheiten in einem möglichst frühen Stadium diagnostiziert werden können, denn dann lässt sich eine weitere Verbreitung dieser Krankheiten am effizientesten verhindern.

Konkret widmen sich die Wissenschaftler nun der amerikanischen Faulbrut, einer bakteriellen Seuche. Wird sie in den Bienenstock eingeschleppt, kann dies für das Bienenvolk verheerende Folgen haben: „Wenn die Larven von diesen Bakterien befallen werden, dann lösen sie sich auf und werden komplett zersetzt“, erklärt Hans-Heiner Gorris vom Institut für analytische Chemie an der Universität Regensburg. Übrig bleiben dann nur unzählige Bakteriensporen, die wiederum verschleppt werden und weitere Larven infizieren. Nicht selten muss daher das ganze Bienenvolk vernichtet werden.

Die Forscher arbeiten an neuen Nachweisverfahren, welche die Krankheitserreger schnellstmöglich identifizieren sollen. Bei der verwendeten Methode werden die Bakterien mit Hilfe von Antikörpern aus einer Probe empfangen und auf der anderen Seite mit einem zweiten Antikörper nachgewiesen. Dieser zweite Antikörper ist mit einem Nanopartikel versehen und sendet bei Bestrahlung mit Infrarotlicht ein Signal in einer anderen Wellenlänge aus, sofern ein Bakterium in der Probe vorhanden ist. Das Neue sei bei dieser Methode die Anwendung von Nanotechnologie. Die tschechische Seite widmet sich im Zuge der Zusammenarbeit vorrangig um die Entwicklung der benötigten Antikörper, die Regensburger Forscher hingegen entwickeln die Nanopartikel sowie die für den Nachweis benötigten Instrumente.

Das Projekt läuft von 2019 bis 2021 und wird von der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur (BTHA) aus Mitteln des Freistaats Bayern und dem Ministerium für Schulwesen, Jugend und Sport der Tschechischen Republik mit einer Summe von jeweils 45.000 EUR gefördert. Mit dem Förderprogramm „Joint Call Bayern – Tschechien 2019 – 2021“ wird der Austausch in Forschung und Lehre zwischen Bayern und Tschechien unterstützt. 


Pressemitteilung der Universität Regensburg

Radiobeitrag von Radio Praha


 

Foto: Matthias Micker

JC Gorris

Nachrichten

Zur Eröffnung der „Bayern-Studien“ veranstaltet der Lehrstuhl für Germanistik und Slawistik der WBU Pilsen mit dem FZ DiMOS der Universität Regensburg am 17. – 18.9.2019 in Pilsen das III. Symposium für bayerische und tschechische Nachwuchswissenschaftler/innen:
Anmeldung bis 27.8.2019
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Die Technische Hochschule Deggendorf veranstaltet von 9. – 13.9.2019 eine Sommerschule zum Thema „Cultural Tourism and Digitalisation“:
Bewerbung bis 31.8.2019
pdfFlyer
www.th-deg.de


Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Karlsuniversität suchen Promovierende für ihr gemeinsames Projekt InKoNa – Interkulturelle Kompetenzen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus Bayern und Tschechien:
pdfCall for participants


Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg vergibt zwei DAAD-Stipendien für ausländische Promovierende in den Bereichen der Wirtschafts- und Geisteswissenschaften:
Bewerbung bis 31.8.2019
pdfCall for applications


GFPS-Stipendium für Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen für einen Studienaufenthalt in Tschechien:
Bewerbung bis 31.10.2019
pdfAusschreibung


GFPS-Praktikumsstipendien bei TANDEM Pilsen und bei der Europäischen Kulturhauptstadt Pilsen:
Bewerbung bis 31.10.2019
pdfAusschreibung


Das bayerisch-böhmische Theaternetzwerk Čojč bietet auch 2019 wieder interessante Theaterprojekte und einen theaterpädagogischen Sprachworkshop an. Projektüberblick unter:
www.cojc.eu


Förderprogramm des BMBF für HAWs zur grenzüberschreitenden Vernetzung und Antragstellung im EU-Programm „Horizont 2020“ neu ausgeschrieben:
Antragstellung bis 30.6.2020
EU-Antrag-FH


Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds bietet anteilige Projektförderungen:
Antragsfrist zur Durchführung von Projekten im
1. Quartal bis 30.9. / 2. Quartal bis 31.12. /
3. Quartal bis 31.3. / 4. Quartal bis 30.6.
www.fondbudoucnosti.cz


Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer sucht Praktikanten für das Competence Center Zukunftstechnologien:
pdfAusschreibung


Die Repräsentanz des Freistaats Bayern in Prag sucht geeignete Praktikanten
pdfAusschreibung


Die EUREGIO Bayerischer Wald – Böhmerwald sucht Praktikanten:
pdfAusschreibung


Das Informationszentrum Bavorský les – Šumava in Pilsen sucht Praktikanten:
pdfAusschreibung


Die OTH Amberg Weiden bietet den neuen Studiengang International Business mit Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa an:
www.oth-aw.de


Die Technische Hochschule Deggendorf eröffnet zusammen mit der Westböhmischen Universität in Pilsen und dem Institute of Technology and Business in Budweis das internationale duale Studium CAST“
www.th-deg.de/dual


Wissenschaftsstandort Bayern ist Spitze: LMU und TUM setzen sich als Exzellenz-Universitäten durch!
Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst


Nature Index 2019“ listet vier bayerische Universitäten unter Top 100! Universität Regensburg, LMUJulius-Maximilians-Universität Würzburg und Universität Bayreuth schneiden beim weltweiten Vergleich der Qualität der wissenschaftlichen Publikationen in den Naturwissenschaften hervorragend ab.


TH Deggendorf beim U-Multirank mit Platzierung in den TOP 25 der Welt


LMU und TUM unter den weltweit 50 Besten!
World University Ranking


Die Universitäten Passau und Bayreuth erreichten beim Young University Ranking 2018 Platzierungen unter den TOP 30. Dabei wurden weltweit Hochschulen verglichen, die nicht älter sind als 50 Jahre.


Prag und Brünn: die zwei größten tschechischen Städte in den TOP 10 der Studentenstädte weltweit!


Technische Universität Prag wird Teil der Forschungsallianz EuroTech, in der sieben der weltweit führenden Universitäten in den Bereichen Robotik und High-Tech-Maschinenbau zusammenarbeiten. 


 

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Tel.: +49 (0)941-943-5315
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