Forschungsverbund „Umweltverträglichkeit von Transformatorenölen – alternative Isolierflüssigkeiten (UMTRIS)“

Das Bayerisch-tschechische Verbundprojekt „UMTRIS“ testet alternative Transformatorenöle auf deren Umweltverträglichkeit. Kooperationspartner sind dabei die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden, die Westböhmische Universität in Pilsen (ZČU) sowie die Tschechische Technische Universität in Prag (ČVUT).

Transformatoren nehmen in der Energiewende eine Schlüsselfunktion ein, ihre sichere Betriebsweise ist eine Grundvoraussetzung für die störungsfreie Versorgung mit Elektroenergie. In den derzeit eingesetzten Transformatoren wird zur elektrischen Isolierung und zur Wärmeabfuhr vorzugsweise Mineralöl verwendet. Neben vielen Vorteilen ist damit allerdings ein entscheidender Nachteil verbunden, das Mineralöl ist nicht biologisch abbaubar und somit nicht umweltverträglich. Im Hinblick auf eine nachhaltige Energieversorgung und aus ökologischer Sicht ist daher das bisher verwendete Mineralöl durch alternative Flüssigkeiten zu ersetzen. Für eine breite Anwendung solcher Flüssigkeiten in Transformatoren fehlen jedoch neben Betriebserfahrungen vor allem auch wissenschaftlich-technische Grundlagen.

Diesem Ziel widmet sich ein Team um Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl vom Regensburg Center of Energy and Resources (RCER) der OTH Regensburg mit dem Projekt „Umweltverträglichkeit von Transformatorölen – alternative Isolierflüssigkeiten“, kurz UMTRIS. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden, der ZČU in Pilsen sowie der ČVUT in Prag. UMTRIS wird für die Dauer von drei Jahren von der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur mit einer Gesamtsumme von 360.000 Euro gefördert. Projektstart war im Mai 2017.

Als Alternative zu Mineralölprodukten stehen bei UMTRIS natürliche Ester-Öle im Fokus. „Es hat sich gezeigt, dass die bisher bekannten Eigenschaften von Ester-Ölen für die Sicherheit des Transformatorenbetriebs nicht ausreichend sind“, sagt Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl. Dies erfordere detaillierte Untersuchungen, bei denen biologisch abbaubare Varianten im Mittelpunkt stünden. Deren Eigenschaften sollten im technischen Anwendungsfall des Trafobetriebs verifiziert werden.

Weiterführende Artikel zu Projekttreffen in Regensburg und Pilsen und eine Zwischenbilanz zum Projekttreffen in Prag unter www.europaregion.org.

Bild: Prof. Dr. Oliver Brückl von der OTH Regensburg vor einem Modelltrafo an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg

  • UMTRIS-OTH-Regensburg

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